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Verbindliche Quotenregelung notwendig

Pressemitteilung von Cornelia Möhring,

„Dass drei Jahre nach dem Inkrafttreten des Quotengesetzes der Anteil von Frauen in Führungsetagen in Öffentlichen Unternehmen immer noch unter 30 Prozent liegt, entblößt die Gleichstellungspolitik der Großen Koalition. Es war von Beginn an abzusehen, dass das Mittel der unverbindlichen Zielgrößen vollkommen wirkungslos bleiben wird. Dass Unternehmen sich als Zielgröße null setzen können, lässt das Prozedere zur reinen Show verkommen“, kommentiert Cornelia Möhring, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die Ergebnisse der FidAR-Studie. Möhring weiter:

„Männer sind nach wie vor nicht bereit, Macht abzugeben, anders lässt sich diese Bilanz auch nach drei Jahren nicht erklären. Das ist auch ein Indikator dafür, wie zäh die Gleichstellung vorankommt. Frauen können nur gleichstellt sein, wenn sie ökonomisch unabhängig sind. Dass aber kann nicht gelingen, solange sie vorrangig in Teilzeit arbeiten und in schlecht bezahlten Jobs sowie überwiegend für Kindererziehung und Pflege zuständig sind. Sexismus drückt sich eben auch auf dem Lohnzettel aus.

Wir brauchen endlich einen radikalen Paradigmenwechsel, der Frauen endlich ein eigenständiges Leben nach ihren jeweiligen Fähigkeiten und Lebenswünschen ermöglicht: Neben einer verbindlichen Quotenregelung, die bei Nichteinhaltung empfindliche Sanktionen vorsieht, benötigen wir daher ausreichend Kita-Plätze und sichere, gut bezahlte Arbeitsplätze.“

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