Zum Hauptinhalt springen

Verantwortung für E10-Desaster nicht auf EU abschieben

Pressemitteilung von Eva Bulling-Schröter,

"Die Bundesregierung sollte nicht so tun, als seien die Vorgaben der Europäischen Union für den Einsatz von Agrokraftstoffen vom Himmel gefallen. Die EU-Agrotreibstoffrichtlinie ist vor allem ein Ergebnis deutscher Bemühungen, hinter denen die Lobby-Arbeit der heimischen Automobilindustrie steht", erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzende des Umweltausschusses des Bundestages, Eva Bulling-Schröter, zur aktuellen Debatte um E10 und die Beimischungspflicht von Agrokraftstoffen. Die Abgeordnete weiter:

"Statt der Automobilbranche strengere Emissionsgrenzen vorzugeben, erledigt Schwarz-Gelb Auftragsarbeit für Daimler & Co. Das hat sich bereits bei den Verhandlungen um die CO2-Grenzwerte für Fahrzeuge in Brüssel gezeigt. Die Autokonzerne wollten um jeden Preis ihre hochmotorisierten spritschluckende Modelle schützen. Ökologisch und sozial problematischer Agrokraftstoff statt tatsächlich verbrauchsärmerer Fahrzeuge – das war der faule Deal, den die Verbraucher nun an der Tankstelle ausbaden müssen."

Auch interessant