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UN sollte Ergebnisse des Klima-Gipfels in Cochabamba ernst nehmen

Pressemitteilung von Eva Bulling-Schröter,

„Die Forderungen des Klima-Gipfels im Abschlussdokument, einen internationalen Klimagerichtshof einzurichten, ist eine logische Konsequenz aus dem Nichtstun der wichtigsten Industriestaaten“, so Eva Bulling-Schröter zum Abschluss der Weltkonferenz der Völker gegen den Klimawandel im bolivianischen Cochabamba. „Auf dem alternativen Klimagipfel haben auch die eine Stimme erhalten, denen im UN-Prozess kaum zugehört wird: Die indigenen Gruppen und sozialen Bewegungen“. Die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Der bolivianische Präsident Evo Morales hat recht, wenn er anklagt, Kopenhagen habe gezeigt, dass die Staats- und Regierungschefs der großen Industrienationen nicht bereit sind, drastische Maßnahmen in den eigenen Ökonomien zu treffen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen, unter einer Erderwärmung von zwei Grad zu bleiben.

Wichtigstes Resultat dürften aber die Ergebnisse der offiziellen und inoffiziellen Arbeitsgruppen der Zivilgesellschaft sein. Hier hat Vernetzung stattgefunden, hier wurde in intensiven Debatten die Kritik an der Vorherrschaft marktgängiger Instrumente geschärft. Insbesondere ist die Ablehnung hervorzuheben, den Tropenwaldschutzes in den Emissionshandel einzubeziehen. Auch die solidarische Kritik an fragwürdigen Infrastruktur- und Rohstoffprojekten linksgerichteter Regierungen in Lateinamerika gehört zur Bilanz des Treffens.

Die Industriestaaten täten gut daran, die Positionen und Vorschläge aus Cochabamba bei der nächsten UN-Klimakonferenz in Cancun im Dezember ernsthaft zu berücksichtigen.“

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