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Trumps Ausstieg aus Pariser Klimaschutzabkommen laut kritisieren

Pressemitteilung von Lorenz Gösta Beutin,

„Deutschland muss wieder Vorreiter beim Klimaschutz werden statt weiter rumzueiern. Wer auf internationalem Parkett nicht noch seinen letzten Funken an Glaubwürdigkeit verlieren will, der hat im eigenen Land schnellstmöglich seine unerledigten Klima-Hausaufgaben zu erledigen. Und der muss die US-Regierung für ihren fatalen Rückzug aus dem Pariser Klimaschutzabkommen laut kritisieren und diesen nicht wie die CDU-Chefin AKK kleinreden“, erklärt Lorenz Gösta Beutin, Sprecher für Energie- und Klimapolitik der Fraktion DIE LINKE anlässlich der UN-Klimakonferenz, die heute in Bonn begonnen hat. Beutin weiter:

„Nur wer zu Hause liefert, der kann auf der Klimaschutz-Weltbühne etwas bewegen: Deutschland muss jetzt liefern und Sofort-Maßnahmen gegen die Klimakrise auf den Weg bringen. Die 20 dreckigsten Kohlekraftwerke müssen sofort abgeschaltet werden. Der Kohleausstieg per Gesetz muss 2030 abgeschlossen sein. Das von allen anderen demokratischen Parteien im Bundestag bevorzugte Ausstiegsdatum 2038, das die Kohlekommission empfiehlt, reicht nicht aus, um das im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarte 1,5-Grad-Limit der Erderwärmung zu schaffen. Deutschland soll den Klimanotstand anerkennen, Klimaschutz ins Grundgesetz schreiben und Subventionen für fossile Energieformen beenden.

Auf internationaler Ebene muss Deutschland seine Zusagen der Klimafinanzierung erfüllen, ohne diese Gelder wie derzeit gehandhabt mit der viel zu niedrigen Entwicklungshilfe zu verrechnen. Auch soll sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass der globale Süden, der am stärksten unter der Klimakrise zu leiden hat, mit Technologie-Transfers aus dem Norden in die Lage versetzt wird, klimafreundliche Energie aus Wind und Sonne statt aus Öl und Kohle eigenständig und ohne Abhängigkeiten zu produzieren.“

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