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Trübe Aussichten am Arbeitsmarkt

Pressemitteilung von Sabine Zimmermann,

„Die Lage am Arbeitsmarkt ist zunehmend von Stagnation und Resignation geprägt. Die Zahl der Erwerbslosen ist im Vergleich zum Vorjahr um 55.000 gestiegen, der Bestand an offenen Stellen hat um über vier Prozent abgenommen und die Zahl der Langzeitarbeitslosen wächst kontinuierlich. Zudem schreitet die Prekarisierung des Arbeitsmarktes voran. 1,2 Millionen abhängig Beschäftigte können vom Lohn ihrer Arbeit nicht leben und beziehen ergänzende Hartz IV-Leistungen. Beinahe jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte geht inzwischen einem Zweitjob nach. Teilzeitbeschäftigung wächst stärker als Vollzeitbeschäftigung. Alles in allem sind das trübe Aussichten“, erklärt Sabine Zimmermann zum Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit für den Monat November. Die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die Hoffnung von Millionen Menschen auf gute Arbeit, von der man leben kann, wird von der großen Koalition nicht erfüllt. Der flächendeckende Mindestlohn wird erst 2017 gelten und selbst dann wird es wohl Ausnahmen geben, über die in der Koalition bereits diskutiert wird. Dieser nicht flächendeckende Mindestlohn ist eher ein Trostpflaster für die vielen Niedriglohnbezieher, als dass er ihnen aus ihrer prekären Situation heraushilft. Auf noch weniger haben sich Schwarz und Rot bei der Leiharbeit geeinigt. Die gleiche Bezahlung wie die Stammbeschäftigten sollen Leiharbeitnehmer erst nach neun Monaten erhalten, doch die meisten von ihnen dürften dann schon nicht mehr im Betrieb tätig sein. DIE LINKE tritt weiterhin für die unverzügliche Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns von zehn Euro und die Abschaffung der systematischen Niedriglohnbeschäftigung in Form der Leiharbeit ein. Beides ist notwendig, um Arbeit wieder existenzsichernd zu machen.

Dringend mehr getan werden muss auch für die Langzeitarbeitslosen. Sie haben nur sehr geringe Chancen auf Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt, was jahrelang ignoriert wurde. Die Fördermittel wurden massiv gekürzt und die Betroffenen aufs Abstellgleis geschoben. Hier muss es einen grundlegenden Wandel in der Arbeitsmarktpolitik geben. Die große Koalition wird sich nicht zuletzt daran messen lassen müssen, ob es ihr gelingt, mehr langzeitarbeitslose Menschen als bislang in existenzsichernde Arbeit zu bringen.“

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