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Trickserei bei Stresstest für S 21

Pressemitteilung von Sabine Leidig,

„Die Bahn muss endlich alle Annahmen und Parameter für den Stresstest auf den Tisch legen anstatt gezielt genehme Ergebnisse zu streuen, sonst verliert sie jede Glaubwürdigkeit“, so Sabine Leidig zu den Ergebnissen des Stresstestes für Stuttgart 21, den der umstrittene Tiefbahnhof nach Auffassung der Deutschen Bahn bestanden hat. Die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Verschiedene unabhängige Experten, wie Christoph Engelhardt, belegen, was auch der gesunde Menschenverstand schnell erkennt: Der neue Bahnhof mit acht Gleisen und einem sehr eingeschränkten unterirdischen Gleisvorfeld kann nicht leistungsfähiger sein als der derzeitige Kopfbahnhof mit 16 Gleisen und einem komplexen und leistungsfähigen Gleisvorfeld. Selbst Bahnvorstand Kefer sagte im Verkehrsausschuss am 11.5. 2011, dass S21 den Stresstest unter Annahme eines Taktfahrplans nicht bestehen würde. So gibt sich die Bahn jetzt selbst den Segen für ein lukratives Prestigeprojekt, dass die Entwicklung einer bürgerfreundlichen Bahn behindert.

Bundesminister Ramsauer muss jetzt endlich dafür sorgen, dass Stuttgart 21 von wirklich unabhängigen Gutachtern geprüft wird und alle dafür notwendigen Informationen ans Licht kommen. Das ist er den Steuerzahlern und dem Gemeinwohlauftrag, den er bei der Bahn sicherzustellen hat, schuldig. Und auch Bahnchef Grube würde wirkliche Kompetenz zeigen, wenn er die Fakten offen legen und einer unabhängig Begutachtung zugänglich machen würde.“

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