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Tibet - politische Lösungsstrategie statt verbaler Konfrontation

Pressemitteilung von Michael Leutert,

„Die Forderung der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth nach einer scharfen Reaktion des IOC sowie der EU gegenüber China aufgrund der Ausweisung der beiden letzten ausländischen Journalisten aus der Region Tibet nützt den Menschen dort gar nichts“, erklärt der Obmann für Menschenrechte der Fraktion DIE LINKE, Michael Leutert. „Der einzige Weg zu einer politischen Lösung besteht darin, die gegenwärtige internationale Aufmerksamkeit für einen breiten Dialog zu nutzen.“

Leutert weiter: „Unstrittig ist, dass die Ausweisung der Journalisten durch die chinesischen Behörden zu kritisieren ist. China schadet gerade im Hinblick auf die Olympischen Spiele seinen eigenen Interessen, wenn es versucht, offene Berichterstattung zu verhindern. Wenn jedoch einer der beiden ausgewiesenen Journalisten selbst vor vorschnellen Schuldzuweisungen warnt und eine differenzierte Sicht einfordert, ist die verbale Eskalation der Grünen-Vorsitzenden kontraproduktiv und schadet der Suche nach politischen Lösungen angesichts der komplizierten Lage.

Die zusätzliche Aufmerksamkeit, die der Entwicklung in der Region Tibet wegen der Olympischen Spiele zuteil wird, sollten wir vielmehr nutzen, um im Dialog auf eine Verbesserung der Lage für die Menschen dort hinzuarbeiten.“

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