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Studiengebühren stoppen - auf der Straße und in den Parlamenten

Pressemitteilung von Sevim Dagdelen, Nele Hirsch,

"Angesichts der gerade anlaufenden Protestwelle an den Hochschulen fordert die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Nele Hirsch die Bundesländer auf, ihre Studiengebührenpläne zu stoppen. "Der Widerstand gegen Studiengebühren muss auf der Straße und in den Parlamenten geführt werden", meint Nele Hirsch, "Die Studierenden haben meine volle Unterstützung.""

"Für die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion sind Studiengebühren in jeder Form abzulehnen. "Ein durch Kredite finanziertes Studium steht auf gläsernen Füßen und schreckt Menschen aus bildungsfernen Familien von der Studienaufnahme ab", sagt Nele Hirsch. "Die geplante Einführung von Studiengebühren wird die soziale Ungleichheit im Bildungssystem weiter verschärfen. Wenn Kinder aus armen Familien es trotz der Widrigkeit des dreigliedrigen Schulsystems bis zur Hochschulreife geschafft haben, würde ihnen der Zugang zum Studium zukünftig durch Gebühren versperrt werden. Das ist ungerecht." Der vor wenigen Wochen veröffentlichte zweite PISA-Bericht hatte die starke Kopplung von finanzieller Situation der Eltern und Bildungserfolg der Kinder verdeutlicht.

Die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen weist auf die Auswirkungen von Studiengebühren für Kinder mit Migrationshintergrund hin: "Während jeder vierte deutsche Schüler die Hochschulreife erreicht, liegt der Anteil von Schülern ohne deutschen Pass nur bei rund 8 Prozent. Schon jetzt kann nicht einmal die Hälfte von ihnen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ein Studium aufnehmen. Die geplante Einführung von Studiengebühren ist ein weiterer Schritt in die falsche Richtung, mit dem diese Schieflage verstärkt wird."

Nele Hirsch begrüßt die gemeinsamen Ziele der Studierenden und der Linkspartei: "Durch die starke linke Fraktion im Bundestag besteht die Möglichkeit, das Thema Studiengebühren im Parlament zu diskutieren und somit in den Fokus der bundesweiten öffentlichen Debatte zu stellen. Damit können die Proteste unterstützt und gestärkt werden. Anlässlich der heutigen Regierungserklärung der großen Koalition fordert DIE LINKE. zudem einen deutlichen Ausbau des BAföG."

Die Linkspartei lehnt Studiengebühren in jeder Form ab. Auf dem kommenden Parteitag in Dresden soll die ablehnende Position zu Studiengebühren nochmals bekräftigt werden."

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