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Strombörse erzeugt hohe Verbraucherpreise

Pressemitteilung von Hans-Kurt Hill,

Zu möglichen Manipulationen an der Energiebörse EEX durch deutsche Stromkonzerne erklärt Hans-Kurt Hill, energiepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.:

Die Energiebörse EEX kann den Verdacht überhöhter Preisbildung nicht ausräumen. Das ist Sache des Kartellamts. DIE LINKE. fordert die Offenlegung aller Daten, die zur Preisbildung beitragen. Es kann nicht sein, dass sich RWE & Co. hinter angeblichen "Betriebsgeheimnissen" verstecken und sich gleichzeitig die Taschen mit dem Geld der Stromkunden voll stopfen.

Die Praxis am Leipziger Strommarkt ist generell in Frage zu stellen. Wenn das teuerste Kraftwerk am Netz den Strompreis bestimmt, zahlen die Verbraucherinnen und Verbraucher immer drauf und die Energiekonzerne machen absurde Profite. Das ist so, als würde für alle Äpfel auf dem Wochenmarkt immer das teuerste Preisschild gelten - egal ob das Obst wurmstichig ist oder nicht.

Die vier großen Strom-Monopolisten in Deutschland, Eon, RWE, EnBW und Vattenfall Europe, verfügen über rund 90 Prozent aller Kraftwerke, sind in Besitz aller Übertragungsnetze und kontrollieren die knappen Strom-Übergabestellen ins Ausland. Die Strombörse mag zwar auf ihre Weise „ordnungsgemäß“ laufen. Mit echtem Wettbewerb hat das aber wenig zu tun.

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