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Stellenabbau bei BMW: Schamlose Renditejagd auf Kosten der Beschäftigten

Pressemitteilung von Werner Dreibus,

"Hier zeigt sich wieder einmal, wie kaputt unser Wirtschaftssystem ist", kommentiert Werner Dreibus die Ankündigung von Stellenstreichungen bei BMW. Der stellvertretende Vorsitzende und gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

"BMW geht es nach eigenem Bekunden wirtschaftlich sehr gut. Absatz, Umsatz und Gewinn entwickeln sich positiv. Aber das reicht den Anlegern nicht, sie wollen ein noch größeres Stück vom Kuchen.

Die Börse wird die Stellenstreichung mit Kursgewinnen für die Aktie honorieren. Das ist eine schamlose Renditejagd auf Kosten der Beschäftigten. Denn sie sind die Leidtragenden des Profitmaximierungskurses der Unternehmensführung. Dass BMW den Personalabbau „sozialverträglich“ vornehmen will, macht die Sache nicht besser. Unterm Strich verschwinden 8.000 Arbeitsplätze. Für 8.000 Menschen und ihre Familien wird die Zukunft weniger sicher.

Und BMW ist kein Einzelfall. Der Tausch höherer Profite gegen weniger Arbeitsplätze ist gängige Praxis in börsennotierten Konzernen. Dass sich Manager als Erfüllungsgehilfen der Anleger dafür mit Aktienoptionen reichlich belohnen ist nur die Spitze der Perversion. Diese Spitze mit höheren Steuern zu kappen ist richtig, löst aber das eigentliche Problem nicht. Dazu muss den Finanzmärkten die Macht über die Unternehmen entzogen werden. Aber dazu schweigt die Große Koalition beredt."