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Stabile Misere auf dem Ausbildungsmarkt

Pressemitteilung von Agnes Alpers,

"Wer heute einen stabilen Ausbildungsmarkt bejubelt, bejubelt vor allem eine stabile Misere", kommentiert Agnes Alpers, Sprecherin für Aus- und Weiterbildung der Fraktion DIE LINKE, die heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen zum Ausbildungsmarkt. Agnes Alpers weiter:

"Der Ausbildungsmarkt hat sich von der Krise kaum erholt, die Zukunftsperspektiven der Jugendlichen sind so schlecht wie zuvor. Die Stabilität dieser Chancenlosigkeit ist kein Grund zum Jubeln. Die Zahl der Ausbildungsplätze ist in diesem Jahr nur ganz leicht um gut zwei Prozent gestiegen. Damit gibt es immer noch 4,5 Prozent weniger Ausbildungsplätze als vor zwei Jahren. Die Krise macht dem Ausbildungsmarkt offenbar weiter zu schaffen. Von den 534.605 Bewerbern um einen Ausbildungsplatz konnten die Arbeitsagenturen nur 222.128 in eine Ausbildung vermitteln - das ist eine Quote von gerade mal 42 Prozent.

Trotzdem zählt die Bundesagentur nur 18 Prozent der Bewerber als unversorgt, der Rest - immerhin 215.116 Jugendliche - ist aus der Statistik verschwunden, meist weil die Jugendlichen in Warteschleifen abgeschoben wurden oder ihre Suche aufgegeben haben. Ein Großteil der Jugendlichen meldet sich schon gar nicht mehr bei den Arbeitsagenturen, weil sie sich davon keine Chancen auf eine Ausbildung versprechen. Auch sie tauchen in der offiziellen Statistik nicht auf. Statt statistische Schönfärberei zu betreiben, muss sich die Bundesregierung endlich um die betroffenen Jugendlichen kümmern: Die Betriebe müssen mit einer Umlage in die Pflicht genommen werden, um eine gerechte Finanzierung der Ausbildung zu schaffen.“

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