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SPD und Leiharbeit: Hohn statt Lohn

Pressemitteilung von Werner Dreibus,

Politische Kommentatoren mögen es ein geschicktes Spiel mit verteilten Rollen nennen, wenn SPD-Chef Kurt Beck europäische Mindeststandards für Leiharbeit fordert während SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz eine entsprechende Richtlinie der EU blockiert. Nach Ansicht von Werner Dreibus verhöhnt die SPD damit all jene Menschen, die zu miesen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen als Leiharbeitskräfte schuften. Weiter erklärt der stellvertretende Vorsitzende und gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE:

Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter gehen heute mit bis zu 50 Prozent weniger Lohn nach Hause als ihre fest angestellten Kolleginnen und Kollegen, die die gleiche Arbeit machen. Die am Freitag dieser Woche im Bundestag anstehende Entscheidung über einen Gesetzentwurf der LINKEN, der gleichen Lohn für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter fordert, wird zum Testfall. SPD und Union sind aufgefordert Farbe zu bekennen: Wollen sie das Sozialstaatsprinzip auch in der Frage der Lohngerechtigkeit verteidigen oder nehmen sie den Rückfall in die Ungerechtigkeit der Arbeitswelt des 19. Jahrhunderts hin?