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Spargelernte: Mindestlohn statt Dumping-Karawane gen Ost

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

Zu den Meldungen, dass dieses Jahr nicht genügend ausländische Saisonarbeitskräfte in der Spargelernte zur Verfügung stehen, erklärt Kirsten Tackmann, Mitglied des Vorstandes und agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. :

Vergangenes Jahr gab es Beschwerden, weil die Behörden zu wenig ausländische Erntehelferinnen und -helfer zugelassen hätten, obwohl nicht genügend Einheimische zur Verfügung standen. Dieses Jahr nun die Beschwerde, Polinnen und Polen würden lieber in Großbritannien als in der Bundesrepublik arbeiten. Der Unterschied: dort haben sie die Chance, in ihrem Beruf zu arbeiten, hier in Deutschland ernten sie für Niedrigstlöhne. Auf einen Erntehelfer-Notstand gibt es aus unserer Sicht nur eine Antwort: Diese körperlich anstrengende Arbeit muss gerecht entlohnt werden. 3,83 Euro für die Spargelernte in Brandenburg sind inakzeptabel. Neben einem fairen Mindestlohn von 8,00 Euro tragen angemessene Arbeits- und Unterkunftsbedingungen zur Motivation bei.

Der Spargel ist in diesem Jahr billig wie nie zuvor. Ein fairer Verkaufspreis kann zu fairer Entlohnung beitragen. Hinter billigem Spargel stecken oft Dumping-Löhne - das sollte bedacht werden.

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