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Soziale Ausgrenzung von Migranten überwinden

Pressemitteilung von Sevim Dagdelen,

"Von gleichberechtigter Teilhabe in den zentralen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sind Migranten in Deutschland immer noch meilenweit entfernt. Der Anteil derjenigen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ist bei ihnen doppelt so hoch wie beim Rest der Bevölkerung. Und es gibt dreimal so viele 20 bis 29-Jährige, die keinen Berufsabschluss haben", kommentiert die migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Sevim Dagdelen, den heute von der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz vorgestellten 10. Berichts zur Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland. Dagdelen weiter:

"Dass der Befund so ernüchternd ausfällt, ist weder Schicksal, noch liegt es an den Migranten. Es liegt an der unsozialen Politik der bisherigen Bundesregierungen, die geradezu auf sozialer Ausgrenzung basierte. Aber auch weiterhin werden vielen Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund keine wirklichen Chancen eröffnet, aus dem Kreislauf von Armut, Bildungsferne und Diskriminierung auszubrechen. Es bleibt dabei: Die soziale Herkunft in Deutschland bestimmt über Bildungserfolg bzw. -misserfolg und damit den weiteren Lebensweg.

Wir brauchen eine grundlegende Abkehr von einer Politik der sozialen Ausgrenzung von Migranten. DIE LINKE fordert die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems, eine gesetzliche Ausbildungsplatzumlage, die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns ohne Ausnahmen von zehn Euro, die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse sowie erleichterte Einbürgerungsmöglichkeiten als dringend notwendige Schritte zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe von Migranten in Deutschland."