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Selbstbestimmung und aktive Teilhabe für ältere Menschen

Pressemitteilung von Jörn Wunderlich,

Zum Internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober erklärt der seniorenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Jörn Wunderlich:

Ältere Menschen wollen und können ihr Leben aktiv gestalten, an Gesellschaft, Politik und Kultur teilhaben und mitbestimmen. Zu Recht thematisiert der Fünfte Altenbericht die Potenziale des Alters. Die Bundesregierung allerdings betrachtet vor allem wohlhabende Seniorinnen und Senioren vorrangig als Wirtschaftsfaktor, deren Kaufkraft es abzuschöpfen gilt. Bei der Altersvorsorge setzt sie zunehmend auf die private Vorsorge der jüngeren Generation. Damit ignoriert sie in penetranter Weise, dass der Fünfte Altenbericht schon jetzt steigende Altersarmut prognostiziert, weil es arbeitslosen und gering verdienenden Menschen nicht möglich ist, privat vorzusorgen.

Es ist richtig, die Kompetenzen älterer Menschen zu betonen. Wichtiger aber ist es, geeignete Rahmenbedingungen für eine aktive Teilhabe zu schaffen. DIE LINKE protestiert gegen den zunehmenden Rückzug des Staates aus seiner Verantwortung. Die Erkenntnisse des Fünften Altenberichts dürfen nicht auf das Thema "Wirtschaftskraft Alter" reduziert werden. Wir brauchen gesetzliche Voraussetzungen, um auf allen parlamentarischen Ebenen, vor allem in den Kommunen, selbst gewählte Seniorenvertretungen bilden und ihnen Rede- und Antragsrecht gewähren zu können. Und es bedarf einer Lebensstandardsicherung, die materielle Bedürfnisse abdeckt und einen selbstbestimmten, würdevollen Lebensabschnitt garantiert.

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