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Schröder verhöhnt Frauen mit Flexi-Quote

Pressemitteilung von Steffen Bockhahn,

„Kristina Schröder lässt die totgesagte Flexi-Quote für Frauen in Führungspositionen wieder aufleben", kommentiert Steffen Bockhahn, Mitglied im Haushaltsausschuss für die Fraktion DIE LINKE, die heutige Twittermeldung von Ministerin Schröder in der sie für die Flexi-Quote zur Frauenförderung in großen Unternehmen wirbt. Danach sollen die 30 Dax-Unternehmen die Höhe der Flexi-Quote, den Frauenanteil in Führungspositionen, selbst bestimmen können. Bockhahn weiter:

 

"Die Flexi-Quote bleibt Augenwischerei. Auf der Interseite www.flexi-quote.de kann man anhand der dargestellten Beteiligungszahlen der DAX-Unternehmen ausrechnen, dass der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten von 19,43 Prozent im Jahr 2012 lediglich auf 20,25 Prozent im Jahr 2014 ansteigen soll. Das ist ein Anstieg um lächerliche 0,82 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass Frauen in den Unternehmen weder jetzt noch in Zukunft eine echte Chance auf Mitbestimmung in der Führungsriege bekommen sollen. In keinem Unternehmen sollen Frauen mehr als 30 Prozent Anteil in den Aufsichtsräten erhalten. Unternehmen wie die Metro-Group, Fresenius oder auch die Deutsche Post DHL, in denen Frauen rund die Hälfte des Mitarbeiteranteils ausmachen, verzichten gleich ganz auf eine konkrete Zielstellung. Der minimale Anstieg, den diese Initiative verursacht hat, ist ein absolutes Armutszeugnis für Ministerin Schröder und die Regierungspolitik. Schröder erteilt mit der Flexi-Quote der Gleichberechtigung auf lange Sicht eine Absage. Was wir brauchen, ist eine feste gesetzlich fixierte Quote von 50 Prozent. Nur eine Regelung, die eine klare Zahl benennt, die an ein festes Datum geknüpft ist und mit spürbaren Sanktionen belegt ist, wird Strukturen aufweichen und Frauen in Unternehmen echte Mitbestimmung ermöglichen."

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