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Schlecker-Pleite offenbart Fratze des Kapitalismus

Pressemitteilung von Sabine Zimmermann,

"Die Schlecker-Pleite hat einmal mehr die böse Fratze des Kapitalismus zum Vorschein gebracht. Ein größenwahnsinniger Firmenpatriarch treibt sein Unternehmen in die Pleite und fällt selbst auf finanziell weichen Boden. Die Beschäftigten aber, die den ganzen Reichtum geschaffen haben, stehen mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes vor dem Aus. So etwas darf die Politik nicht akzeptierten. Aus dem Fall Schlecker müssen entsprechende Schlussfolgerungen gezogen werden", erklärt Sabine Zimmermann zur Pleite der Drogeriekette sowie zu Medienberichten, denen zufolge die Familie Schlecker noch über ein Vermögen von 35 bis 40 Millionen Euro verfügt. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Jetzt gilt es nicht nur, alle vorhanden rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um an das Vermögen der Familie Schlecker heranzukommen. Die Bundesregierung ist gefordert, geeignete gesetzliche Maßnahmen zu ergreifen, damit sich Großunternehmen künftig nicht mehr über Rechtsformen wie die des 'eingetragenen Kaufmanns' der Gewinn- und Verlustrechnung und der Einrichtung eines Aufsichtsrates entziehen können. Zudem müssen die Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten so ausgebaut werden, dass sie Einfluss auf die Geschäftspolitik erhalten. Und letztlich muss die Politik den derzeitigen Dumpingwettbewerb im Einzelhandel unterbinden, durch den sich einige wenige Familienkonzerne auf dem Rücken der Beschäftigten und vieler Zulieferer eine goldene Nase verdienen."

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