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Schlechtes Zeugnis für deutsche Supermärkte – Ausbeutung muss durch gesetzliche Regelungen gestoppt werden

Pressemitteilung von Eva-Maria Schreiber,

„Erneut hat Oxfam aufgezeigt, dass Leid, Ausbeutung und Diskriminierung in unseren Lebensmitteln stecken. Aber es geht auch anders, wie Beispiele aus Großbritannien und den Niederlanden zeigen“, erklärt Eva-Maria Schreiber, Obfrau im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Veröffentlichung des zweiten Supermarkt-Checks durch die britische Entwicklungsorganisation. Schreiber weiter:

„Die Oxfam-Studie weist nach, dass nur Aldi Süd mit mangelhaft abschneidet, was die Offenlegung von Lieferanten oder die Information über Arbeitsbedingungen betrifft, während alle anderen Supermärkte mit ungenügend durchfallen. Ohne politische Rahmenbedingungen ändert sich in deutschen Discountern also fast nichts. Die Bundesregierung sollte endlich ihre Hausaufgaben machen und nicht länger auf die Freiwilligkeit der Unternehmen setzen. Lippenbekenntnisse, wie sie Entwicklungsminister Gerd Müller seit Jahren macht, helfen nicht weiter, wenn das Wirtschaftsministerium ein geplantes Lieferkettengesetz, das ich begrüße, im Keim erstickt. Ich bin dafür, dass die Bundesregierung gesetzlich verbindliche Regelungen zu Transparenz, Menschenrechten und angemessenen Löhnen von Kleinbäuerinnen und -bauern für Supermärkte auf den Weg bringt.“

 

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