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Schlechter Wein in neuen Schläuchen

Pressemitteilung von Martina Bunge,

"Schon 2009 wollte die FDP kurz vor der Wahl die Gesetzliche Krankenversicherung als Vollversicherung abschaffen und ihren Freunden bei der Privaten Krankenversicherung endlich ordentliche Renditen bescheren. Das ist also schlicht schlechter Wein in neuen Schläuchen", sagt Martina Bunge zu Verlautbarungen von Gesundheitsminister Bahr zur Öffnung der Privaten Krankenversicherung für alle. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Die FDP und Bahr wollen mal wieder Klientelpolitik für die Geldinteressen der PKV und privat abrechnende Ärzte als Freiheit für alle verkaufen. In Wahrheit erhalten die meisten Bürger lediglich die Freiheit, ohne vernünftiges soziales Netz durchs Leben zu gehen und im Krankheitsfalle eine Minimalversorgung zu erhalten.

Bahrs Idee der Abschaffung der Gesetzlichen Krankenversicherung als Vollversicherung führt zu einer doppelten Zwei-Klassenmedizin. Die Gutverdiendenden können sich finanzielle private Zusatztarife leisten ebenso die Gesunden, weil für sie die Tarife in der PKV niedriger sind. Doppelt hart trifft es die Kranken, die keine Gutverdiener sind. Diese brauchen umfassende Leistungen und können sich diese nicht leisten. Das folgt der Logik der FDP von Eigenverantwortung und Schuld. Wer arm ist, ist selbst schuld, und wer krank ist ebenso. Was im FDP-Slang als Eigenverantwortung und freie Entscheidungsfindung daherkommt, ist nichts anderes als die vollkommene Entsolidarisierung in der Krankenversicherung. DIE LINKE lehnt das entschieden ab."

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