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Schlechter Start für den neuen Ausbildungspakt

Pressemitteilung von Agnes Alpers,

"Ohne verbindliche Ziele ist der Ausbildungspakt das Papier nicht wert, auf dem er steht. Die Arbeitgeber sind nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen und verbindliche Zusagen für mehr Ausbildungsplätze zu machen. Die Verhandlungen sind damit gescheitert", kommentiert Agnes Alpers den neuen Ausbildungspakt. Die Sprecherin für Aus- und Weiterbildung der Fraktion DIE LINKE fährt fort:

"Wir brauchen Ausbildungsplätze für alle Jugendliche und keine vagen Versprechen. Es ist daher völlig richtig, dass die Gewerkschaften bei dieser Farce nicht mitmachen.

Der Ausbildungspakt ist ein Scheitern in Serie, und die Bundesregierung greift mal wieder nicht durch. Ich fordere die Bundesregierung auf, endlich den Weg für eine Ausbildungsplatzumlage freizumachen: Wer ausbildet, muss unterstützt werden. Wer nicht ausbildet, soll zahlen.

Der Ausbildungspakt wurde 2004 geschlossen. Die Wirtschaft wollte damit vermeiden, dass eine Ausbildungsplatzumlage eingeführt wird. Stattdessen sollte der Pakt zu mehr Ausbildungsplätzen führen - doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Im Sommer 2004 waren den Arbeitsagenturen noch 463.168 betriebliche Ausbildungsplätze gemeldet. Im August 2010 waren es nur noch 418.464. Seit es den Pakt gibt, ist die Zahl der Ausbildungsplätze nicht gestiegen, sondern um fast 45.000 Ausbildungsplätze gesunken - das ist ein Rückgang um zehn Prozent.“

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