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Scheitern der Waldstrategie hausgemacht

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

„Drei Jahre hatte Ministerin Ilse Aigner Zeit, sich mit der Waldstrategie 2020 zu befassen. Doch anstatt eine konzeptionelle und nachhaltige Strategie vorzulegen, verzettelt sie sich in internen Interessenskonflikten.“, kommentiert Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, das hausgemachte Scheitern der Waldstrategie 2020. Die Präsentation war für den 21. März anlässlich der Auftaktveranstaltung zum Internationalen Jahr der Wälder vorgesehen. Tackmann weiter:

„Der zunächst vorgelegte Entwurf der Waldstrategie 2020 war untauglich, daher ist Aigners Notbremse folgerichtig. Ihr Haus legte vor allem Wert auf den Wald als Rohstofflager und ließ dabei Aspekte des Umwelt- und Naturschutzes links liegen. Das gab Streit zwischen dem Umwelt- und dem Agrarressort. Und wo ein Ausgleich zwischen wirtschaftlichen und gemeinwohlorientierten Interessen am Wald notwendig wäre, gibt bisher vor allem die Holzindustrie den Ton an.

DIE LINKE fordert von der Bundesregierung den Entwurf zügig zu überarbeiten und schnellstmöglich eine zukunftsfähige Waldstrategie 2020 vorzulegen. Diese muss alle ökologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen an den Wald unter einen Hut bringen. Die vorgeschlagenen Lösungsansätze müssen ein guter Kompromiss, anstatt nur einseitig auf die Holzwirtschaft zugeschnitten zu sein. Zum Beispiel brauchen wir gut bezahlte und ausgebildete Forstleute, angepasste Wilddichten, einen konsequenten Waldumbau und Waldflächen mit natürlicher Entwicklung. Wir wollen die wirklich nachhaltige Bewirtschaftung aller Wälder im Interesse des Gemeinwohls. Dazu sind auf Bundesebene sowohl das Bundeswaldgesetz, als auch das Bundesjagdgesetz einer Generalüberholung zu unterziehen. Privatwaldbesitzer müssen ihren Beitrag leisten, aber auch unterstützt werden. Privatisierung von öffentlichem Waldeigentum lehnen wir ab.“

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