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Scheinheiligkeit der Bundesregierung öffnet Gentech-Mais Tür und Tor

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

„Durch die Enthaltung Deutschlands im EU-Rat hat die Bundesregierung dem Gentech-Mais Tür und Tor geöffnet. Mit dem Festhalten an der teuren und riskanten Agro-Gentechnik gefährden Merkel und die CDU gentechnikfreie Landwirtschaft und Imkerei. Deshalb ist das Votum so scheinheilig wie verantwortungslos“, kommentiert Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die heutige Abstimmung im EU-Rat für Allgemeine Angelegenheiten zur gentechnisch veränderten Maislinie 1507.Tackmann weiter:

„Die von Agrarminister Friedrich favorisierten nationalen oder regionalen Anbauverbote sind keine Lösung. Dadurch würde ein Flickenteppich entstehen, der an den Landesgrenzen Kontaminationen der Äcker und des Erntegutes befürchten lässt. Die Vergangenheit hat uns mehrfach gezeigt, dass die Koexistenz nur ein Märchen ist. Ein friedliches Nebeneinander zwischen normalen und Gentech-Pflanzen gibt es nicht.

DIE LINKE lehnt die Agro-Gentechnik grundsätzlich ab. Laborpflanzen wie der 1507-Mais müssen mit giftigen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Sie produzieren selbst Gifte, um sich gegen Schädlinge zu verteidigen, gleichzeitig aber auch jede Menge nützliche Insekten abtöten. Der 1507-Mais ist auf den Wirkstoff Glufosinat angewiesen. Wie sinnlos diese Anbauzulassung ist, zeigt der Umstand, dass Glufosinat in Deutschland wegen seiner Giftigkeit bereits seit Ende 2013 verboten ist und in der EU bis 2017 verboten sein wird.“

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