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Rücktritt des Direktors der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung erforderlich

Pressemitteilung von Sigrid Hupach,

"Manfred Kittel ist als Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung aus meiner Sicht nicht länger haltbar – wir brauchen jetzt einen Förderstopp und einen inhaltlichen Neuanfang. Gleich zwei Ausstellungen hat der Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Manfred Kittel, an seinem wissenschaftlichen Beirat vorbei auf den Weg gebracht, und beide passen zu seinen früheren historisch fragwürdigen Äußerungen zum Thema Vertreibung", sagt Sigrid Hupach, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf das heutige Gespräch zwischen der Beauftragten für Kultur und Medien und dem wissenschaftlichen Beraterkreis der Stiftung. Hupach weiter:



"Die Ausstellungen sind tendenziös und ungenau, und gerade die, die als Grundlage der geplanten Dauerausstellung dienen soll, ist allein auf die Vertreibung der Deutschen fokussiert. Der wissenschaftliche Beirat hat sich in einem Schreiben an die Beauftragte für Kultur und Medien, Monika Grütters, von Kittel distanziert - Grund genug für einen Rücktritt.

Seit Jahren fördert die Bundesregierung die Bundesstiftung jährlich mit 2,5 Millionen Euro, trotz historisch fragwürdiger Äußerungen ihres Direktors und trotz fehlender Arbeitsergebnisse. Und nicht nur das, im Stiftungsrat gibt es noch immer keine Vertreter des Zentralrats der Juden in Deutschland, im Wissenschaftlichen Beirat keine Vertreter der Roma und Sinti. Allein damit widerspricht diese Institution eindeutig ihrem Stiftungszweck."