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Restitution ohne Vorbehalte - Schaffung einer bundesdeutschen Zentralstelle

Pressemitteilung von Lukrezia Jochimsen,

Angesichts der heutigen Anhörung im Kulturausschuss des Deutsches Bundestages zur Provenienzforschung und Restitutionspraxis von NS-Raubkunst in Deutschland erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Luc Jochimsen:

Jeglicher Restitution ist ohne Vorbehalte zu begegnen. Hintergrund für die in Kritik geratenen privaten und rechtsanwaltlichen Restitutionsbemühungen ist gerade, dass die Bundesrepublik Deutschland - trotz der Grundsätze der Washingtoner Konferenz und der Gemeinsamen Erklärung - seit 1999 keine Anstrengungen unternommen hat, eine offizielle Stelle für Restitutionsverfahren zu schaffen.

Darüber hinaus fordert DIE LINKE. die umgehende Einrichtung einer bundesdeutschen Zentralstelle für Restitution. Diese soll beim Deutschen Museumsbund eingerichtet werden. Mit zusätzlichen öffentlichen Mitteln soll dort ein Team aus Juristen, Zeithistorikern und Kunstgeschichtlern zusammengestellt werden, dass Provenienzrecherchen und Restitutionsverfahren zentral betreibt und gegenüber den Museen in Bund, Ländern und Kommunen als Anlauf- und Koordinierungseinrichtung fungiert.

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