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Rente eignet sich nicht für das Orakel von Delphi

Pressemitteilung von Volker Schneider,

"Wer im Mai 2008 schon weiß, wie hoch die Rentenanpassung 2009 ausfallen wird, kann nur das Orakel von Delphi befragt haben", kommentiert der rentenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Volker Schneider, einen Bericht der Bild-Zeitung, wonach für das kommende Jahr mit einer Rentenerhöhung von bis zu 2,5 Prozent zu rechnen sei. Schneider weiter:

"SPD-Parteichef Kurt Beck hatte im vergangenen August ähnliches versucht und prognostiziert, die Rentnerinnen und Rentner könnten 2008 mit einer Rentenerhöhung von 1,5 Prozent rechnen. Ohne das kürzlich beschlossene Wahlgeschenk der Großen Koalition wären die Renten aber nur um 0,46 Prozent gestiegen. Nur die Aussetzung des Riester-Faktors machte eine Rentenerhöhung von 1,1 Prozent möglich.

Seriöse Vorhersagen sind kaum möglich. Neben der allgemeinen Lohnentwicklung stellen die verschiedenen Dämpfungsfaktoren bei der Anpassung der Rente eine kaum kalkulierbare Größe dar. Wer die Rentenformel mutwillig zerstört, darf sich nicht wundern, dass die Rentenerhöhung zum reinen Spekulationsobjekt der Boulevardpresse wird. Am Ende werden Erwartungen geweckt, die nicht zu erfüllen sind.

Wer kontinuierlich steigende Renten will, muss für gerechte Löhne und die Rückkehr zur alten Rentenformel ohne Dämpfungsfaktoren sorgen. Nur eine verständliche und transparente Rentenanpassungsformel, wie sie DIE LINKE fordert, schützt die Rentnerinnen und Rentner wirksam vor Altersarmut."

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