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Rassistischer Mordversuch von Potsdam ist nur die Spitze des Eisbergs

Pressemitteilung von Ulla Jelpke,

Angesichts des rassistischen Überfalls auf einen schwarzen Deutschen in Potsdam am Ostersonntag erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Ulla Jelpke:

Der brutale und rassistische Mordversuch in Potsdam ist leider nur die Spitze eines Eisberges an rassistischer, rechtsextremer Gewalt in Deutschland. Seit Jahren verharren die Zahlen rechtextremer Gewalttaten auf konstant hohem Niveau. Nur in den wenigsten Fällen wird aus dieser Alltagsgewalt eine Meldung für die Medien.

Die teilweise schrillen Töne der Union in der aktuellen Integrationsdebatte tragen dazu bei, dass Migrantinnen und Migranten von vielen nur als belastend und störend empfunden werden. Schon einmal, während der Asyldebatte 1992, folgte der politischen Brandstiftung eine rassistische Gewaltwelle. Dies gilt es unter allen Umständen zu verhindern.

Der Überfall von Potsdam zeigt, wie wichtig der Erhalt der vom Bund finanzierten Projekte gegen Rechtsextremismus ist. Insbesondere die etablierten Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus und zur Unterstützung von Opfern rechtsextremer Gewalt müssen gesichert und ausgebaut werden.

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