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Foto: Rico Prauss

Prokon-Pleite offenbart Gefahren des Grauen Kapitalmarkts

Pressemitteilung von Susanna Karawanskij,

"Durch die Insolvenz von Prokon schauen wieder einmal in erster Linie die Kleinsparer in die Röhre. Doch Prokon ist nur die Spitze des Eisbergs. Es rächt sich nun, dass die vergangenen Regierungen nach dem Motto 'nichts sehen, nichts hören, nichts sagen' eine Überwindung des Grauen Kapitalmarkts verschlafen haben. Ein derart intransparenter und hochriskanter Anlage-Cocktail wie im vorliegenden Fall darf gar nicht erst auf dem Markt landen. Deshalb brauchen wir eine einheitliche und schlagkräftige Finanzaufsicht sowie einen Finanz-TÜV, um den Grauen Kapitalmarkt endlich zu Grabe zu tragen", erklärt Susanna Karawanskij, für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Finanzausschuss, zur Insolvenz des Itzehoer Windkraftanlagen-Unternehmens Prokon, das vor allem Kleinanleger massiv zum Kauf von vermeintlich sicheren, in Wahrheit aber hochriskanten Genussrechten animiert hatte. Karawanskij weiter:

"Der Graue Kapitalmarkt schädigt massiv die Verbraucher und bedroht letztlich sogar die Finanzmarktstabilität. Auch die Verkäufer von Produkten des Grauen Kapitalmarkts müssen statt den Gewerbeämtern der Finanzaufsicht unterstellt werden. Da gerade die dort gehandelten Produkte eine hohe Provision abwerfen, geraten viele Vermittler in Versuchung, genau solche halbseidenen Anlagen an die Frau oder den Mann zu bringen ohne Verbraucherinteressen zu berücksichtigen. Daher fordere ich ein Ende der provisionsgestützten Finanzberatung. Zudem muss dafür Sorge getragen werden, dass die rund 1.300 Beschäftigten von Prokon nicht einfach auf der Straße landen und so für haarsträubende Managementfehler in Mithaftung genommen werden.

Dies alles hätte vermieden werden können, wenn in den vergangenen Jahren die gesetzlichen Regelungen zum finanziellen Verbraucherschutz nicht stümperhaftes Stückwerk geblieben wären."

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