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Priorisierungsdebatte fehl am Platz

Pressemitteilung von Martina Bunge,

„Eine Priorisierungsdebatte ist völlig fehl am Platz. Statt darüber nachzudenken, welche Patienten künftig von welchen Leistungen ausgeschlossen werden, müssen wir endlich eine solide Finanzierung des Gesundheitssystems schaffen und die Qualität der Gesundheitsversorgung verbessern“, kommentiert Martina Bunge die Ankündigung des scheidenden Ärztepräsidenten Jörg-Dietrich Hoppe, eine Arbeitsgruppe der Ärztekammer Vorschläge zur sogenannten Priorisierung erarbeiten zu lassen. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Gemessen am Bruttoinlandsprodukt sind die Gesundheitskosten seit Jahren relativ konstant. Mit der gerechten finanziellen Beteiligung aller Berufsgruppen und Einkommensarten durch die solidarische Bürgerversicherung der LINKEN ist das Gesundheitssystem also auf lange Sicht finanzierbar. Daneben muss die Versorgung passgenauerund besser werden. Denn zu viel, zu wenig, falsch oder schlecht behandelte Patienten kosten die Kassen jedes Jahr Milliarden Euro an Beiträgen und schaden der Gesundheit. Wer jedoch Priorisierung fordert, zementiert diese Missstände, statt sie zu beseitigen.

Jeder Mensch hat ein Anrecht auf eine individuell angemessene gesundheitliche Versorgung. Ich erwarte von der Ärztekammer, dass sie ihre ganze Kraft in die Verbesserung der Versorgung steckt und nicht in die Organisation weiterer Leistungsausschlüsse.“

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