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Pflegende Angehörige brauchen mehr Unterstützung

Pressemitteilung von Pia Zimmermann,

"Es gibt zu wenig Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige, die einfach und individuell zur jeweiligen Pflegesituation passen. Daher werden sie viel zu wenig genutzt. Pflegeleistungen müssen selbstbestimmt und an den Bedürfnissen der Menschen mit Pflegebedarf orientiert sein, um wirklich zu entlasten", erklärt Pia Zimmermann, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den Pflegereport 2016. Zimmermann weiter:

"Schon heute gibt es mehr als zehn Millionen Menschen, die einen Pflegefall in der Familie haben. Rund sechs Millionen Menschen pflegen ihre Angehörigen zumindest teilweise selbst, zwei Drittel von ihnen sind Frauen. In den kommenden zehn Jahren dürfte die Zahl noch dramatisch steigen.
Bei der Frage, unter welchen Bedingungen Pflege erbracht wird, geht es immer auch um Fragen von Geschlechtergerechtigkeit. Die Leistungsträgerinnen in der formellen und informellen Pflege sind Frauen. Das ist nicht neu, dafür aber umso aktueller: Es sind hauptsächlich Frauen, die gar nicht oder schlecht bezahlt, zu Hause, in Haushalten anderer Leute, in Krankenhäusern, in ambulanten Pflegediensten oder in Altenheimen Menschen pflegen. Und sie sind es in erster Linie, denen im Alter aufgrund von schlechter Bezahlung, prekären Arbeitsverhältnissen oder weil sie ihren Beruf aufgeben müssen, um Angehörige zu pflegen, Armut droht. Sie brauchen dringend unterstützende Angebote, zu denen es einen unaufwendigen Zugang gibt und die sich an den realen Bedarfen orientieren."

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