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Ostseefischerei braucht Perspektiven

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

„Die Fischerei braucht stabile Bestände. Dazu muss ein nachhaltiges, mehrjähriges und artenübergreifendes Fischereikonzept beitragen, dessen Umsetzung effektiv kontrolliert werden muss“, erklärt Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Tag der Fische am 22. August. Tackmann weiter:

„Dass die EU-Kommission bereits einen sofortigen Fangstopp für den Dorsch in der östlichen Ostsee angeordnet hat, ist notwendig. Es darf aber nicht vergessen werden, dass sie die Beschäftigten in der Fischerei, der Fischverarbeitung und -vermarktung in eine schwierige soziale Situation bringt. Dabei ist eine zu starke Befischung nur eine der Ursachen, zu denen auch die zunehmende Verschmutzung der Meere, der beginnende Klimawandel und die steigende Nachfrage nach Fischprodukten gehört. Die Beschäftigten in der Fischerei zahlen die Zeche für ein System, das auf Kosten von Mensch und Natur lebt. DIE LINKE fordert deshalb sozialen Ausgleich. Neben einkommenswirksamen Unterstützungen ist eine nachhaltige Fischerei zum Schutz der Bestände, mehr Forschung für selektive Fangmethoden sowie konsequentes Vorgehen gegen Schwarzfischerei im Interesse aller.

Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hat im Mai 2019 den kritischen Zustand für die westlichen Herings- und östlichen Dorschbestände in der Ostsee sehr deutlich gemacht und einen Fangstopp für 2020 gefordert. Auch wenn die Ursachen für die Situation vielfältig sind, darf diese Stimme der Wissenschaft nicht ignoriert werden. Die Meere und ihre Bewohner gehen uns alle etwas an. Sie versorgen uns mit gesunden Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Erholungsangeboten. Anlässlich des Tags der Fische fordert DIE LINKE daher eine sozial und ökologisch ausgerichtete Meeresfischerei.“

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