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Offensiveres Vorgehen der Bundeswehr in Afghanistan ist ein schrecklicher Irrweg

Pressemitteilung von Paul Schäfer,

"Wer angesichts der steigenden Zahl ziviler Opfer und der zunehmenden Entfremdung zwischen der Bevölkerung und den ausländischen Truppen auf ein immer offensiveres Vorgehen in Afghanistan setzt, gießt zusätzliches Öl ins Feuer und riskiert am Ende einen Großbrand", erklärt der verteidigungspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Paul Schäfer, zu Meldungen, denen zufolge die Zahl ziviler Opfer zwischen Januar und Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent zugenommen hat. Schäfer:

"Der erste Gefechtseinsatz des deutschen Schützenpanzers 'Marder' in Afghanistan ist ein Beispiel für das immer offensivere Vorgehen der Bundeswehr am Hindukusch. Und es ist ein fataler Schritt in die falsche Richtung. Nach einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Analyse des 'Afghan Analysts Network' nähern sich schon jetzt immer mehr Afghanen den Aufständischen an, weil sie zunehmend verärgert sind über das Verhalten der ausländischen Truppen in ihrem Land.

Todesschüsse auf Zivilisten - wie erst gestern auf einen Jugendlichen - und das immer offensivere Vorgehen der ausländischen Truppen - wie beispielsweise der Einsatz des 'Marder' - sind ein schrecklicher Irrweg. Nur der Abzug der Truppen aus Afghanistan und der Einstieg in einen Dialog zwischen den Konfliktparteien kann eine weitere Eskalation mit fatalen Ergebnissen für die afghanische Bevölkerung verhindern."

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