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Öffentlichen Dienst geschlechtergerecht ausbauen und zum Vorbild machen

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

"Der öffentliche Dienst macht es vor: Tarifbindung und Gleichstellungsgesetz helfen den Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern deutlich zu verringern", erklärt Kirsten Tackmann, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Tackmann weiter:

"Wie das Statistische Bundesamt heute mitgeteilt hat, verdienten Frauen im 4. Quartal 2008 nur rund 7 Prozent weniger als Männer. Das ist immer noch diskriminierend, aber in der privaten Wirtschaft ist der Abstand mit 23 Prozent etwa dreimal so hoch.

DIE LINKE will den öffentliche Dienst ausbauen und dort mit einem Zukunftsprogramm eine Million neuer Arbeitsplätze schaffen. Hinsichtlich der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit, Familienarbeit und individueller Lebensgestaltung muss der öffentliche Dienst zum Vorbild gemacht werden. Und er muss zum Motor einer beschleunigten Beseitigung der Entgeltdiskriminierung gemacht werden.

Wir setzen uns zudem nachdrücklich für ein Gleichstellungsgesetz in der privaten Wirtschaft ein. DIE LINKE fordert, Betriebe so lange zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verpflichten, bis der Durchschnittsverdienst von Frauen und Männern gleich ist und Frauen in allen Entgeltgruppen zur Hälfte vertreten sind.

Bislang wurden entsprechende Anträge von uns im Bundestag abgelehnt. Wir werden diese Forderungen aber auch künftig mit Nachdruck ins Parlament einbringen. Die Wählerinnen und Wähler haben am 27. September die Möglichkeit uns mit ihrer Stimme dabei zu unterstützen. Je stärker die LINKE, desto lohngerechter das Land."

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