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Nur noch alle vier Jahre im Wald?

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

„Der Patient ist krank, aber der Arzt kommt nicht mehr vorbei. In Zukunft wird der Bundeswaldbericht nicht mehr jährlich, sondern nur noch alle vier Jahre vorgelegt. Das ist schlecht für den Patienten“, erklärt Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE zum „Internationalen Tag des Waldes“ am morgigen Karfreitag. Tackmann weiter:

„Der Wald ist ein Erbe unserer Vorgenerationen und ein hohes gesellschaftliches Gut, mit dem wir sorgsam umgehen müssen. Aber den einheimischen Wäldern geht es nicht gut. Sieben von zehn Bäumen zeigen Schäden. Besonders Buchen und Eichen sind noch immer stark von Luftschadstoffen betroffen. Die Wälder müssen viele von Industrie, Verkehr und Landwirtschaft verursachte Belastungen aushalten. Auch der Klimawandel macht den Bäumen jetzt schon zu schaffen. Verschiedene Schadstoffe wirken direkt auf Pflanzen und Tiere. Bodenversauerung, Schwermetalle im Boden und organische Schadstoffe sorgen für weitere Probleme.“

DIE LINKE hält einen mindestens zweijährigen Waldzustandsbericht für dringend erforderlich. Eine Überarbeitung des Bundeswaldgesetzes ist überfällig, um zum Beispiel die Anlage von Agroforstsystemen zu erleichtern. Der Begriff der „ordnungsgemäßen Forstwirtschaft“ ist im Sinne einer naturnahen Waldbewirtschaftung zu erweitern.

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