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Nach Hauseinsturz-Katastrophe: Keine Geschäfte mehr mit „Sklavenhaltern“ in Textilindustrie

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„Selbstverpflichtungen der Industrie sind völlig nutzlos. Wir brauchen endlich gesetzliche Richtlinien für deutsche Unternehmen, die im Ausland tätig sind“, erklärt Niema Movassat, Entwicklungspolitiker der Fraktion DIE LINKE, zum heutigen Einsturz eines Gebäudes in Bangladesch, in dem sich mehrere Textilfabriken befanden und bei dem mehr als 80 Menschen ums Leben gekommen und mehrere hundert verletzt worden sind. Fabrikbesitzer hätten nach Bekanntwerden erster Risse in den Häuserwänden Warnungen missachtet, Arbeiter in die Fabrik zu lassen. Movassat weiter:

 

„Es ist eine Tragödie, die sich ständig wiederholt. Hunderte von Arbeiterinnen und Arbeitern sind in den letzten Monaten bei Fabrikbränden oder Einstürzen in Asien ums Leben gekommen. Es muss endlich dafür gesorgt werden, dass deutsche Firmen keine Geschäfte mit Unternehmern machen, die ihre Arbeiterinnen und Arbeiter wie Sklaven behandeln. Dass die deutsche Bundesregierung die Probleme seit Jahren kennt, aber nicht handelt, grenzt an unterlassene Hilfeleistung. DIE LINKE fordert seit Jahren rechtlich verbindliche Mindeststandards für deutsche Unternehmen im Ausland. Dazu gehört auch die Möglichkeit, deutsche Unternehmen für begangene Menschenrechtsverletzungen im Ausland in Deutschland juristisch haftbar zu machen.“

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