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Mit kaufmännischem Kleingeist ist Airbus nicht zu retten

Pressemitteilung von Herbert Schui,

In der aktuellen Debatte um einen Einstieg des Staates bei Airbus kritisiert Herbert Schui, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion, die zögerliche Haltung von Wirtschaftsminister Michael Glos.

„Politische Weitsicht hat Airbus einst ermöglicht, durch kapitalistische Kurzsicht truddelte Airbus in die Krise und mit genau diesem Kleingeist geht Wirtschaftsminister Michael Glos jetzt zu Werke“, so Herbert Schui, wirtschaftpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag zur Debatte um die Staatsbeteiligung beim angeschlagenen Flugzeughersteller. Zwar begrüßt der Ökonom die wachsende Bereitschaft der Union zu einer kurzfristigen Staatsbeteiligung bei Airbus. Doch müsse der Staat dann auch langfristig einsteigen.

Die ablehnende Haltung des Bundeswirtschaftsministers kommentiert Schui mit den Worten: „Kein Wunder, dass Glos sich windet. Es passt einfach nicht in sein Weltbild, dass DaimlerCrysler versagt hat und der Staat nun schleunigst in Interesse der Beschäftigten handeln muss.“ Kaufmännischer Kleingeist sei Schuld an der Airbus-Krise. Belegschaft und Ingenieure wüssten besser, wann ein Flugzeug ausgeliefert werden kann. Schui fordert, endlich die Belegschaften und die Ingenieure in die Führungsgremien einzubeziehen und wichtige Entscheidungen durch Belegschaftsabstimmungen zu treffen.

Michael Glos wolle Airbus dagegen mit kaufmännischem Kleingeist sanieren.
Der Bundeswirtschaftsminister hatte gefordert, die Sanierung müsse unter industrieller Führerschaft erfolgen. „Das ist die Ursache des Problems, und nicht die Lösung. Flugzeuge können nicht in Billigproduktion gefertigt werden,“ erklärt Schui. Es sei schon erstaunlich, wie die CSU mit dem viel zitierten Lebenswerk von Franz Josef Strauß umgehe.

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