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Merkels Aufschwung erweist sich als statistischer Ausreißer

Pressemitteilung von Herbert Schui,

"Die Wirtschaftsinstitute starren wie gebannt auf Ölpreis, Dollarkurs und Finanzkrise", kommentiert der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Herbert Schui, das Frühjahrsgutachten der führenden Wirtschaftsinstitute, "dadurch sind blind für das Hauptproblem: Sinkende Reallöhne und restriktive Finanzpolitik gefährden das Wachstum." Schui weiter:

"Das Problem liegt nicht im Ausland. Die Empfehlungen der Institute weisen deshalb in die falsche Richtung. Weitere Lohnzurückhaltung und ein Verzicht auf Mindestlöhne würden Wachstum kosten. Die Hoffnung auf eine deutliche Konsumbelebung ohne reale Lohnsteigerungen ist blauäugig.

Sehr optimistisch ist der Ausblick des Gutachtens nicht: Die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich nur noch geringfügig bessern. Zu Recht weisen die Institute darauf hin, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit mehr mit einem sinkenden Erwerbspersonenpotential als mit zusätzlicher Beschäftigung zu tun hat. Merkels Aufschwung erweist sich zunehmend als statistischer Ausreißer, ausgelöst durch nachholende Ersatzinvestitionen und starke Auslandsnachfrage."

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