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Merkel muss Union die Quotentöne beibringen

Pressemitteilung von Cornelia Möhring,

"Die Kanzlerin kann sich alle PR-Termine mit Aufsichtsrätinnen sparen, wenn sie nicht ihre Partei in Sachen Frauenquote zur Raison bringt. Die Rufe aus der Union, dass mehr Frauen in den Führungspositionen eine Belastung für die Wirtschaft seien, richten sich letztlich gegen die Frau in Führungsposition Angela Merkel selbst. Mit dieser frauenfeindlichen Haltung wurde vor 100 Jahren gegen das Frauenwahlrecht und vor 60 Jahren gegen die selbstbestimmte Erwerbstätigkeit von Frauen gekämpft", erklärt Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heutige Konferenz "Frauen in Führungspositionen" im Kanzleramt. Möhring weiter:




"Scheinbar genügt es CDU und CSU nicht, die SPD bereits auf ein Mini-Quötchen und eine Verwässerung der bisherigen Gleichstellungsmaßnahmen heruntergehandelt zu haben. Jetzt werden Frauen als Wirtschaftsbelastung diffamiert, um das ohnehin sehr schwache Quotengesetz möglichst auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben. Es ist schon mehr als bezeichnend, dass die Union die konjunkturell angespannte Situation nutzt, um die von ihr ungeliebte Frauenquote anzugreifen. Das zeugt von einem bemerkenswerten ökonomischen Unverstand.

Angela Merkel muss aufhören, die Dinge laufen zu lassen. Es ist Zeit für ein klares Bekenntnis der Kanzlerin zur Quote – heute vor den Aufsichtsrätinnen ist die Gelegenheit dazu, dafür zu sorgen, dass wenigstens die Miniquote nicht weiter zerredet, sondern endlich Gesetz wird."

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