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Mehr Tempo in der Ausbildungspolitik

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

„Erholung auf dem Ausbildungsmarkt? Fehlanzeige - viel zu viele junge Menschen hängen nach der Schule in der Luft und stehen ohne Ausbildungsplatz da. Wieder treten die strukturellen Probleme zutage. Alle ausgerufenen wohlklingenden Pakte laufen offenkundig ins Leere. Hier muss die Bundesregierung mehr liefern - und zwar mit Tempo. Das Reden um Passungsprobleme ist mittlerweile ein alter Hut“, erklärt Nicole Gohlke zum heute im Bundeskabinett vorgelegten Berufsbildungsbericht 2022. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Ausbildungsvergütung und BAföG-Sätze laufen der galoppierenden Inflation leider dramatisch hinterher. Schlechte Ausbildungsbetreuung, fehlende finanzielle Unterstützung, zu teure oder nicht vorhandene Wohnmöglichkeiten am Ausbildungsort, falsche Vorstellungen - das Resultat sind zu hohe Abbrecherquoten oder unbesetzte Ausbildungsplätze.

Zur Lösung der Probleme brauchen wir eine strukturelle Neuausrichtung und neue Anreize. Wie schon bei der jüngsten BAföG-Debatte reicht es auch hier eben nicht, einfach auf Vorhandenes ein bisschen mehr draufzukippen. Es müssen neue Wege gegangen werden beim Ausbau der Berufsorientierung und bei der Sicherstellung von Ausbildungsqualität - und zwar schnell.

Eine solidarische Ausbildungsplatzumlage muss her zur Unterstützung vor allem von kleinen und mittelständischen Betrieben bei der Ausbildung. Die Bundesregierung muss rasch ihr Bund-Länder-Programm für studentisches Wohnen, junges Wohnen und Wohnen für Auszubildende angehen und jetzt Pläne dafür vorlegen. Dazu gehört auch eine bessere finanzielle Ausstattung der Auszubildenden und die Verankerung eines Rechts auf Ausbildung."

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