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Mehr Mittel für Jugendarbeit statt jugendliche Testspitzel

Pressemitteilung von Diana Golze,

Zur Fortsetzung der Debatte um jugendliche „Testkäufer“ von Alkohol, Tabak und Gewaltvideos erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze:

Es ist bezeichnend für diese Bundesregierung, dass ihr zum mangelhaften Kinder- und Jugendschutz nichts anderes einfällt, als Kinder und Jugendliche zu Spitzeln zu erziehen. Ausgeblendet bleiben die Ursachen dafür, dass Jugendliche mittels Komasaufen der Realität entkommen wollen oder mit Gewaltvideos die immer brutaler werdende Ellenbogengesellschaft nachspielen. Die Bundesregierung merkt nicht einmal, dass sie mit Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel und Jugendarbeitslosigkeit die Grundlagen dafür geschaffen hat. Viele Jugendliche sehen deshalb keine Zukunftsperspektiven.

Wer das ändern will, muss bei den Ursachen ansetzen. Doch wer Jugendhilfe und Jugendclubs zusammenstreicht, Bildung privatisiert und Zukunftschancen einschränkt, darf sich über die Folgen nicht wundern. Wem dann nur noch Kinderspitzel als instrumentalisierte Versuchskaninchen und Lockvögel einfallen, der stellt den Kinder- und Jugendschutz auf den Kopf. Wirksame Gegenmaßnahmen wären die Stärkung der Medienkompetenz und die Förderung solidarischer Bildung und sozialen Lernens in inner- und außerschulischen Räumen. Jugendliche Hilfspolizisten werden nicht gebraucht - mehr Mittel für Jugendarbeit schon.

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