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Master als Regelabschluss definieren

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

"Nachdem der Bachelor-Abschluss in der vergangenen Woche selbst von unternehmerischer Seite kritisiert wurde, sieht sich die Regierung nun offensichtlich genötigt, nebelkerzenmäßig Positivmeldungen hinterherzuschieben", erklärt Nicole Gohlke, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heute veröffentliche Studie des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) mit Unterstützung des BMBFs. Nicole Gohlke weiter:

"Die letzte bekannte Studie spricht noch von großen Gehaltsunterschieden zwischen Bachelorabsolventen an Universitäten und Absolventen mit traditionellen Abschlüssen. Da lag der Unterschied beim Einstiegsgehalt bei 26 Prozent, und heute werden die traditionellen Abschlüsse im Vergleich zum Bachelor gar nicht mehr in die Studie miteinbezogen. Dies kann eigentlich nur bedeuten, dass sowohl Bachelor- als auch Masterstudierende wesentlich weniger verdienen als die traditionellen Abschlüsse. Des Weiteren nimmt die aktuelle Studie hauptsächlich Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler unter die Lupe und nicht alle Studienrichtungen. Und auch die Studierenden scheinen das Jubelgefühl nicht zu teilen, immerhin halten 73 Prozent der Studierenden den Bachelor für nicht berufsqualifizierend und möchten an ihren Bachelor gerne ein Masterstudium anschließen. Diesem Wunsch sollte endlich entsprochen und jedem Bachelor-Absolventen ein Masterplatz zur Verfügung gestellt werden. DIE LINKE fordert, den Master als Regelabschluss zu definieren und neben dem Bachelorabschluss keine weiteren Zugangskriterien zu schaffen."

 

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