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Maßnahmen der Bundesregierung zur Chancengerechtigkeit in Forschung und Lehre sind unzureichend

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

„Dieser Tag erinnert daran, wie notwendig der Kampf um Gleichberechtigung an den Hochschulen und auf dem Arbeitsmarkt ist. Die langsamen Verbesserungen seit den Neunzigerjahren sind erlahmt und hinken dem europäischen Durchschnitt an vielen Stellen hinterher“, erklärt Nicole Gohlke, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den Internationalen Tag der Frauen in der Wissenschaft am 11. Februar. Gohlke weiter:

„Die Maßnahmen der Bundesregierung reichen längst nicht aus, um allen Wissenschaftlerinnen bald Chancengerechtigkeit in Forschung und Lehre zu ermöglichen. Wenn weiterhin drei Viertel der Universitäten in Männerhand sind und Frauen nur ein Fünftel der höchsten Professuren führen, lautet die fatale Botschaft an die Studentinnen und Absolventinnen: Ihre Chancen auf eine Wissenschaftskarriere sind viel geringer, obwohl mittlerweile 51 Prozent der Hochschulabschlüsse von Frauen erlangt werden. Die Befristungspolitik der Hochschulen im Mittelbau trifft Frauen, deren Berufsleben durch die Geburt eines Kindes unterbrochen wird, besonders hart und erschwert ihnen den weiteren Aufstieg in der Wissenschaft. Beim jetzigen Tempo wird es noch mehr als 35 Jahre dauern, bis Professorinnen die Hälfte des Kollegiums stellen. Dieses Schneckentempo ist völlig inakzeptabel und legt einer ganzen Generation existenzielle Steine in den Weg. Es ist wenig verwunderlich, wenn die Bundesregierung zwar ihre Programme lobt, sich über konkrete Ergebnisse aber ausschweigt. Diese wird es nur geben, wenn Hochschulen und Politik an einer verbindlichen Parität arbeiten.“

 

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