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Manager weiter in der sozialen Hängematte

Pressemitteilung von Gesine Lötzsch,

"Die Koalition ist immer noch nicht bereit, aus der Finanz- und Wirtschaftskrise die richtigen Schlüsse zu ziehen und die absurden Auswüchse in der Managervergütung drastisch zu beschneiden", stellt Gesine Lötzsch angesichts der Beschlüsse des Kabinetts zur Angemessenheit von Managergehältern fest. Die stellvertretende Vorsitzende und haushaltspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE erklärt:

"Das System der Managervergütung hat in vielen Unternehmen nichts mehr mit Leistung zu tun. Im Gegenteil: Manager werden für ihre Fehlentscheidungen und die dadurch entstandenen Verluste noch mit Boni belohnt. Tausende Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze oder müssen in Kurzarbeit gehen, doch die Manager sind nach allen Seiten abgesichert. Selbst wenn sie ihren Job verlieren, warten auf sie fette Abfindungen und ein Leben in der sozialen Hängematte. Die Kosten ihrer Fehlentscheidungen tragen nicht sie selbst, sondern die Gesellschaft. Dieses asoziale System organisierter Verantwortungslosigkeit muss ein Ende haben.

DIE LINKE fordert, die Gesamtbezüge von Vorstandsmitgliedern auf das Zwanzigfache der Löhne und Gehälter der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten des Unternehmens zu begrenzen. Die Entlohnung von Unternehmensvorständen mit Aktienoptionen des eigenen Unternehmens wollen wir untersagen. Zudem sollten Abfindungen nur bis zu einer Höhe von einer Million Euro pro Empfänger steuerlich geltend gemacht werden dürfen."

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