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LINKE warnt vor Qualitätsabbau in der Ausbildung

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

„Die schlechten Konjunkturaussichten könnten gerade junge Menschen treffen“, kommentiert Nele Hirsch die Aussage des DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun, wonach im nächsten Jahr eine ausgeglichene Ausbildungsbilanz erwartet werde. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Das Problem sind nicht nur zu wenig Ausbildungsplätze, sondern auch zu schlechte Ausbildungsplätze. In den letzten Jahren hat ein kontinuierlicher Qualitätsabbau in der Ausbildung stattgefunden.
Zahlreiche Auszubildende werden als billige Arbeitskräfte missbraucht, anstatt qualifiziert ausgebildet zu werden. Diese Situation droht sich im kommenden Jahr noch weiter zu verschärfen.

Auch die Zahl der Ausbildungsplätze ist nicht zufriedenstellend. Im Regen stehen auch weiterhin Jugendliche, die bisher leer ausgegangen sind, die Altbewerberinnen und Altbewerber. Dieses Phänomen ist nicht klein: Es betrifft rund die Hälfte aller Ausbildungsplatzsuchenden.
Lediglich die Zahl der Einstiegsqualifizierungen der Bundesregierung ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Hier handelt es sich jedoch lediglich um billige Praktika-Plätze, die Jugendlichen keine Perspektiven bieten.

DIE LINKE fordert mehr und bessere Mitspracherechte der Auszubildenden, die sofortige Einführung einer reformierten Ausbildereignerverordnung, die Abschaffung der Einstiegsqualifizierungen und eine Ausbildungsumlage, die die Abgabe der Unternehmen auch zur Finanzierung von mehr Qualität in der Ausbildung verwendet.“