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„Lateinamerikanisches TTIP“ ist Gegenteil von fairem und ökologischem Handel

Pressemitteilung von Heike Hänsel,

„Der nun auf dem G20-Gipfel verkündete Durchbruch beim EU-Freihandelsabkommen mit Teilen der Mercosur-Staaten – ohne Venezuela – wird ähnlich verheerende Auswirkungen auf die Umwelt, den Verbraucherschutz und Arbeitnehmerrechte haben wie bereits die anderen stark kritisierten Mega-Freihandelsabkommen TTIP, CETA und JEFTA. Es ist bezeichnend für diese EU, dass sie keinerlei Skrupel zeigt, dieses Abkommen mit dem rechtsradikalen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro abzuschließen. Es zeigt, dass sich die EU-Ratsmitglieder mehr um Postengeschacher kümmern als um Klima- und Verbraucherschutz“, erklärt Heike Hänsel, Sprecherin für internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE. Hänsel weiter:

„Die größte Freihandelszone der Welt wird die Abholzung des Regenwaldes, wie bereits von Bolsonaro angekündigt, weiter verschärfen. Genmanipuliertes Soja, billiges Rindfleisch und billiger Zucker werden zudem den Druck auf die europäischen Landwirte, noch billiger zu produzieren und damit zu noch schlechteren Standards, erhöhen. Die im Freihandelsvertrag festgelegten Klauseln bezüglich Klimaschutz und Menschenrechte sind wie immer unverbindlich und nicht sanktionierbar. Bisher wurde zudem kein einziges von der EU abgeschlossenes Freihandelsabkommen aufgrund von Menschenrechtsverletzungen oder Umweltverstößen, zum Beispiel mit Kolumbien und Peru, ausgesetzt.

Dieses Freihandelsabkommen muss gestoppt werden, weil es nur Profite für wenige große Agrar- und Autokonzerne bringt, den Preis bezahlen Arbeitnehmer, Kleinbauern, indigene Gemeinschaften und das Klima.“

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