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Langzeitarbeitslosigkeit: Weise muss seinen Worten Taten folgen lassen

Pressemitteilung von Sabine Zimmermann,

"Es geht nicht darum, Langzeitarbeitslose aus der offiziellen Statistik zu entfernen, sondern darum, sie in neue Jobs zu vermitteln. BA-Chef Weise muss erst noch den Nachweis liefern, dass er es ernst meint mit der versprochenen besseren Vermittlung der Betroffenen. Denn diese erfordert deutlich mehr Personal in den Jobcentern", erklärt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu Äußerungen des Chefs der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, er sehe gute Chancen, die Langzeitarbeitslosigkeit in den kommenden Jahren stärker zu senken. Zimmermann weiter:

"Wann immer die Zahl der Langzeitarbeitslosen in der Vergangenheit sank, bedeutete dies in der Regel nicht, dass die Betroffenen eine neue Stelle gefunden hatten. In den meisten Fällen wurde lediglich die Statistik geschönt, etwa dadurch, dass die Jobcenter Langzeitarbeitslose bei Erreichen des 63. Lebensjahres in Frührente schicken können.

Dass ausreichend Geld für Fördermaßnahmen zur Verfügung steht, wie Weise behauptet, ist falsch. Die Mittel zur Qualifikation von Langzeitarbeitslosen sind in den letzten Jahren massiv zusammengestrichen worden. Wenn hier nicht deutlich aufgestockt wird, werden die meisten Betroffenen es auch weiterhin schwer haben auf dem Arbeitsmarkt.

Die von Weise angekündigten Maßnahmen werden aber nicht zum Erfolg führen, wenn die Politik nicht endlich für mehr Beschäftigung sorgt. Solange drei Erwerbslose auf eine offene Stelle kommen, wie es derzeit der Fall ist, wird sich die Langzeitarbeitslosigkeit nicht spürbar senken lassen."

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