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Lang-LKW ersetzen keine LKW, sondern verhindern Güterverkehr auf der Schiene

Pressemitteilung von Herbert Behrens,

„Wieder einmal agiert Verkehrsminister Alexander Dobrindt nach dem Motto: Was geht mich mein Geschwätz von letzter Woche an. Gestern noch wollte er alles verhindern, was zur Verkehrsverlagerung von der Schiene auf die Straße beiträgt und heute feiert er den Feldversuch mit Lang-LKW. Doch genau diese Verlagerung bewirken solche Riesen-Laster, wie mehrere Verkehrswissenschaftler betonen. Deswegen fordere ich Dobrindt auf, das Projekt sofort einzustellen“, so Herbert Behrens, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Verkehrsausschuss, anlässlich der Vorstellung eines Zwischenberichtes zum Feldversuch mit Lang-LKW, zu dem sich Verkehrsminister Dobrindt positiv äußerte. Behrens weiter:

„Seit Jahren werden nun Giga-Liner in einem Feldversuch auf bundesdeutschen Autobahnen getestet. Ein erstes Ergebnis hat erbracht, dass von den für den Feldversuch vorgesehenen 400 Giga-Linern derzeit nur 112 auf deutschen Straßen unterwegs sind. Da scheint es mit dem Bedarf nicht sehr weit her zu sein. Jedenfalls bedarf es keiner weiteren Ausweitung. Fazit ist: Es besteht keine allgemeine Notwendigkeit über unternehmensbezogene Interessen hinaus, die Kosten für bauliche Veränderungen für Logistiker stehen in keinem Verhältnis zum Ertrag und verkehrsrechtliche Fragen, insbesondere zur Verkehrssicherheit, sind nicht geklärt.

Stattdessen ist eine klare verkehrspolitische Entscheidung zur Frage der Vermeidung von Transporten auf der Straße und der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und Wasserstraße notwendig. Aus verkehrs-, aber auch aus klimapolitischer Sicht ist Umsteuern dringend notwendig. Dafür wären Projekte mit Feldversuchen sinnvoll und zukunftsweisend.“

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