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Kriegerische Verstrickung der Bundeswehr in Kampfgebieten Afghanistans nimmt zu

Pressemitteilung von Paul Schäfer,

Zum Einsatz mehrerer Bundeswehrsoldaten im Süden Afghanistans, erklärt der verteidigungspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE., Paul Schäfer:

Nach der Entsendung der Tornados vornehmlich zur Kampfunterstützung im Süden und Osten des Landes, sollen jetzt Bundeswehrsoldaten an der Propagandafront eingesetzt werden. Mit Lautsprecherwagen und US-Verbindungsoffizier soll der dortigen Bevölkerung der Sinn der ISAF-Mission in Afghanistan erläutert werden. Eine echte Herausforderung für die betreffenden Spezialisten. In drei bis vier Wochen sollen sie vermitteln, warum die NATO nur das Beste will - auch wenn es bei deren Militäroperationen viele zivile Opfer zu beklagen gibt.

Zusätzlich sollen deutsche Soldaten, die afghanisches Militär ausbilden helfen, eine Dienstreise zu dem von ihnen betreuten und inzwischen in den Süden verlegten Truppenteil durchführen. Eine dauerhafte „Begleitung“ - wie vom ISAF-Kommandeur gewünscht - sei aber nicht geplant.

Aber für beide Fälle gilt: Wer erst einmal den kleinen Finger reicht, wird die Hand vermutlich nicht mehr zurückziehen können. Die in der Tornado-Debatte geäußerten Befürchtungen scheinen sich zu bestätigen: Die Verstrickung der Bundeswehr in das kriegerische Geschehen in den umkämpften Teilen Afghanistans nimmt zu und der Weg zurück wird immer schwerer.

Genau dies aber fordert DIE LINKE.: Einleitung des Rückzugs der deutschen Truppen aus Afghanistan und Verstärkung der zivilen Aufbauhilfe.

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