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Kostendeckende Preise für Rohmilch gefordert

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

Zum heutigen Protest der Milchbäuerinnen und -bauern in München für einen höheren Milchpreis erklärt die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Kirsten Tackmann:

Die steigenden Preise für Milchprodukte, die die Verbraucherinnen und Verbraucher seit einigen Wochen zahlen müssen, sind Folge der Weltmarktentwicklung und der damit zusammenhängenden Preisgestaltung bei Molkereien und dem Handel. Sie haben nichts mit dem zu tun, was die Bäuerinnen und Bauern zu Recht an höheren Abnahmepreisen von den Molkereien fordern. Seit Jahren ist das Preisniveau für den Großteil der Betriebe so niedrig, dass sie trotz hoher Arbeitsbelastung und Ausschöpfen vorhandener Rationalisierungsmöglichkeiten nicht kostendeckend arbeiten können. Die Milchproduktion ist wichtiger Bestandteil der deutschen Agrarwirtschaft und für das Funktionieren der Landwirtschaft in vielen Regionen Deutschlands von großer Bedeutung. DIE LINKE unterstützt die Entwicklung von Marktbedingungen, die auch in Zukunft eine Milcherzeugung in Mittelgebirgen, im Voralpenland oder in der norddeutschen Tiefebene ermöglicht.

Die Rahmenbedingungen des europäisch bestimmten Milchmarktes bieten für viele Betriebe in der jetzigen Form keine Perspektive. Wichtig ist daher für die Zukunft, dass die produzierenden Betriebe am Anfang der „Milchkette“ die Möglichkeit bekommen, bei der Preisbildung für Milch mitzuwirken. Erst dann können Perspektiven für Betriebe in allen Regionen Deutschlands eröffnet werden. Der Verband der Milch erzeugenden Betriebe hat mit den von ihm formulierten Forderungen bereits einen wichtigen Beitrag in die Debatte um die künftige Milchmarktpolitik eingebracht.