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Klimaschutz stärkt Konjunktur

Pressemitteilung von Eva Bulling-Schröter,

„Vielleicht bringt die Wissenschaft die Bundesregierung endlich zur Besinnung“, kommentiert Eva Bulling-Schröter die Vorstellung einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zu Wirtschaftskrise und Klimawandel. Die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die bisherigen Konjunkturpakte sind in Sachen Umweltschutz weitgehend blind. So ist die Abwrackprämie an keinerlei Umweltkriterien geknüpft, auch Besitzer von Spritschleudern erhalten sie. Zudem benachteiligt sie alle Menschen, die momentan keinen Bedarf haben, ein neues Auto zu kaufen, oder gar ohne Auto mobil sein wollen. Die Franzosen fördern dagegen über ein Bonus-Malus-System erfolgreich den Kauf Kraftstoff sparender Fahrzeuge.

Zukunftsfähigkeit im Verkehr bedeutet nicht, jetzt aus Konjunkturmitteln blind jeden Autobahnanschluss oder Kanal zu bauen, den man vorher nicht finanzieren konnte. Jeder Euro in den öffentlichen Nahverkehr oder die Bahn bringt mehr Beschäftigung und Umweltschutz als purer Beton.

Weil zirka ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland dafür eingesetzt wird, Räume warm zu halten, ist es sinnvoll, zusätzliche Gelder in die Wärmedämmung zu stecken. Das sorgt nicht nur für weniger CO2 und niedrigere Heizkosten, sondern schafft auch jede Menge Arbeitsplätze auf dem Bau und im Handwerk. Eine Initialzündung wäre hierbei, wenn mehr Energieeffizienz auch im Gebäudebestand endlich Gesetz werden würde.

Unter dem Strich könnte Konjunktur- und Umweltpolitik in vielen Fällen Hand in Hand gehen - wenn die Bundesregierung nur wollte. Höchste Zeit dafür ist es. Denn Krisen kommen und gehen, der Klimawandel aber bleibt.“

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