Zum Hauptinhalt springen

Kinder in Kriegsgebieten ohne Zukunft

Pressemitteilung von Norbert Müller,

"Zu viele Kinder leiden unter den Folgen von Kriegen, Gewalt und Flucht. Ihnen wird die Chance auf eine unbeschwerte Kindheit geraubt. Verletzungen, traumatische Erlebnisse, der Einsatz als Kindersoldaten sowie eine unzureichende Lebensmittel-, Gesundheits- und Bildungsversorgung führen zu einem Leben voller Elend und Not. Im Sinne einer gerechten Zukunft für die Kinder dieser Welt muss die Menschheit im 21. Jahrhundert lernen, Konflikte ohne Krieg auszutragen", erklärt Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den heute veröffentlichten UNICEF-Report mit dem Schwerpunkt "Kinder in Kriegsgebieten". Müller weiter:

"Die Bundesrepublik Deutschland muss durch eine friedensbewahrende Außenpolitik ihren Beitrag dazu leisten. Das heißt: Die Beteiligung der Bundeswehr an 15 Kriegen weltweit muss sofort beendet werden. Zudem ist es endlich an der Zeit, den Empfehlungen des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes Folge zu leisten und keine weiteren Waffenexporte zu genehmigen, 'wenn die Gefahr besteht, dass der endgültige Bestimmungsort ein Land ist, in dem Kinder für Kampfhandlungen rekrutiert werden'. Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung den Export von Waffen aus Deutschland weiterhin befördert und damit das Elend von Millionen Kindern billigend in Kauf nimmt.

DIE LINKE fordert, den Export von Waffen grundsätzlich zu verbieten. Es müssen umgehend sichere Fluchtwege nach Europa geschaffen werden, um Kindern die Chance auf ein sicheres Leben außerhalb lebensbedrohlicher Kriegsgebiete zu ermöglichen und damit gleichzeitig das Massensterben im Mittelmeer zu beenden. Die Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe für minderjährige Flüchtlinge und insbesondere für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge muss voll umfänglich zu gewährleistet werden."

Auch interessant